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Stay tuned for 2011

Das OFFTUNE Festival 2010 bedankt sich bei allen Besuchern, Performern, Freunden und Helfern für eine wahnsinns Show!
Stay tuned for 2011. Und weil´s so schön war ein Kommentar von Wim Wenders:

Man wohnt irgendwo,
man macht irgendeine Arbeit,
man redet irgendwas daher
man ernährt sich irgendwie, man zieht sich irgendetwas an,
man sieht wahllos irgendwelche Bilder,
man lebt irgendwie,
man ist irgendwer.

Was ist das, Identität?
Zu wissen, wo man hingehört,
seine Mitte kennen, seinen Eigenwert?
Zu wissen, wer man ist?
Woran erkennt man eine Identität?
Wir machen uns ein Bild von uns selbst,
Wir versuchen, diesem Bild ähnlich zu sehen...
Ist es das?
Der Einklang zwischen dem Bild,
das wir uns von uns machen und
ja,...uns selbst?
Wer ist das, „wir selbst“?

Wir leben in den Städten
die Städte leben in uns...
die Zeit vergeht.
Wir ziehen von einer Stadt in die andere
von einem Land in ein anderes,
wir wechseln die Sprache,
wir wechseln die Gewohnheiten,
wir wechseln die Meinungen,
wir wechseln die Kleidung,
wir verändern uns.
Alles verändert sich. Und zwar schnell.
Vor allem die Bilder,
die Bilder um uns herum verändern und vervielfältigen sich
mit rasender Geschwindigkeit,
seit jener Explosion, die die elektronischen Bilder
freigesetzt hat, die nun allüberall die Fotografie ersetzen.
Wir haben gelernt, dem fotografischen Bild zu vertrauen,
können wir dem elektronischen Bild vertrauen?
Mit der Malerei war alles noch einfach:
Das Original war einzigartig, und jede Kopie daher eine Kopie,
eine Fälschung.
Mit der Fotografie und dann dem Film wurde alles schon
komplizierter:
„Das Original“ war ein Negativ, ohne Kopie existierte es gar nicht,
im Gegenteil: jede Kopie war ein Original.
Jetzt, mit dem elektronischen Bild, und bald mit dem digitalen,
gibt es kein Negativ mehr, genauso wenig wie ein Positiv,
die Idee selbst vom Original ist hinfällig. Alles ist Kopie.
Jede Unterscheidung scheint reine Willkür.

Wim Wenders